phoenix e.V.

Akteur*in

Organisation

Unsere Gruppe wurde 1993 gegründet (eingetragener Verein seit 1996).
Unser Ziel ist die Bekämpfung von Rassismus und die Entwicklung gleichberechtigter Lebensmodelle.

Wir führen Anti-Rassismus-Trainings für Weiß gelesene Menschen und Empowerment-Trainings für People of Color (POC) durch. Wir halten diese Arbeit für dringend notwendig, da Rassismus die Beziehungen zwischen Schwarz und Weiß, People of Color und der Weißen Mehrheitsgesellschaft in einem hohen meist unbewussten Maße prägt. Rassismus ist einer der unaufgearbeiteten Faktoren in Deutschland. Als Folge einer mehrheitlich falschen gesellschaftlichen Einordnung des Rassismus erleben wir mit, wie rassistisches Denken, Verhalten und rassistische Ausschreitungen eine immer größere Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden werden.

Auch bei Menschen, die bereits ein Gefühl für ein gleichberechtigtes Miteinander entwickelt haben, setzt sich bei genauerer Betrachtung rassistisches Denken und Handeln mit seinen Vorurteilen, Herrschaftsansprüchen und verborgenen Bildern fort.
Im Prozess der Bildung antirassistischer Strategien und einer antirassistischen Lebensweise ist es unserer Meinung nach notwendig, dass Weiße sich ebenfalls als Betroffene im System des Rassismus erkennen und neue Formen des Lebens und Handelns im antirassistischen Zusammenhang entwickeln. Wir möchten weggehen von der Ebene der Schuld und stattdessen eine Ebene von Weißer Verantwortung und interkulturellem Miteinander erschließen. Dazu gehört es, dass Weiße bereit sind, sich mit Schwarzen Rassismuserfahrungen und POC-Analysen auseinanderzusetzen und analoge Schritte der Reflexion, der Bewältigung und Aktion zu gehen.

An einem Empowerment-Training nehmen Schwarze Deutsche, Migrantinnen und Migranten, Geflohene und POC teil; Menschen, deren persönliche Biografien z.B. nach Afrika, Asien oder Südamerika zurückweisen. In unserer Gesellschaft erleiden sie Rassismus in verschiedener Intensität und Ausprägung. Das Training fragt: „Wie können wir trotz dieser tagtäglichen Wirklichkeit unsere eigenen persönlichen Ziele verfolgen? Wie können wir konstruktiv in dieser Gesellschaft leben? Und was können wir tun, um Rassismus zu verringern?“